New Earth Records 1999, 52 min.
veröffentlicht im Reiki-Magazin Nr. 4/99
Mit "Touch of Love" legen Anuvida & Nik Tyndall nach "Healing Hands" nun ihren zweiten Tonträger mit Musik für Reiki-Behandlungen vor. Laut Inlet enthält er fünf lange Songs, die sich jedoch beim Anhören als ein durchgehendes Stück mit Variationen entpuppen, dessen Unterteilung für mich teilweise nicht nachvollziehbar ist.
Die CD beginnt sehr angenehm fließend mit flächigen und strukturierenden Keyboardsounds. Doch bald dominiert ein langes Solo, das an E-Gitarre erinnert und sich bei wiederholtem Hören als immer störender erweist. Als weitere Überraschung – da im Inlet in keiner Weise vermerkt – erfolgen alle drei Minuten zwei fast durchdringend zu nennende Glockenschläge, die in meinen Ohren nicht unbedingt miteinander harmonieren und deren zweiter Ähnlichkeiten mit einer hellen Kuhglocke hat. Positiv ausgedrückt: wer Zeichen zum Positionswechsel auf keinen Fall verpassen mag, hat hier gute Karten.
Ebensowenig geglückt ist der Sound eines plätschernden Bächleins, der etwa alle zehn Minuten ertönt und bei mir eine Assoziation an Toilettenbesuche auslöst. Da hilft es wenig, daß der Gitarrensound sich nun zu harfenähnlichen Klängen gewandelt hat: die obengenannten, von der Musik losgelösten Fragmentierungen und manch andere dynamische Spitzen reißen mich immer wieder aus der durch Reiki hervorgerufenen Entspannung.
Somit kann ich diese CD – entgegen den vollmundigen Lobeshymnen auf Hülle und Inlet – nicht als Begleitung für Reiki-Behandlungen empfehlen.
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leider habe ich diesen Artikel erst jetzt bemerkt.Erstaunlich, daß ich fast dasselbe unserer Plattenfirma seinerzeit mitgeteilt habe, die nämlich genau die erwähnten Abscheulichkeiten verbrochen hat, ohne unser beider Einverständnis. Es gibt diese CD, die wir an sich sehr schön finden, leider nur in “sauberer” Form als homecopy bei mir, vielen Dank jedenfalls für das aufmerksame Reinhören, Anuvida