Rudi, deine Tomaten enthalten kein neues Gen, sondern "nur" ein ausgeschaltetes:
http://www.biologie.uni-ulm.de/bio2/kno ... ntgen.html"Die Reifung von Früchten ist ein ökonomisch sehr bedeutsamer Prozeß, denn die Früchte sind oft das Handelsprodukt. Der korrekte Erntezeitpunkt ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, denn unreife oder überreife Früchte sind unattraktiv. Wie technisch der Prozeß schon längst geworden ist, wird bei Früchten wie Bananen und Tomaten deutlich. Sie werden heute grün und unreif geerntet und erst kurz vor Erreichen des Handels nach langem Transport in Lagerhäusern oder Containern mit Ethylen begast, das als pflanzliches Hormon den Reifeprozeß in Gang setzt. Bei den transgenen Tomaten wurde die Strategie verfolgt, die Früchte am Strauch reifen zu lassen und den folgenden Prozeß der Überreifung, bei dem die Tomaten weich werden, zu blockieren. Die Tomatenprodukte waren eindeutig als genetchnisch verändert gekennzeichnet und verkauften sich trotzdem zunächst sehr gut. Das Ziel war gentechnisch hier nicht dadurch erreicht, daß ein völlig neues Gen in die Tomaten eingebracht wurde, sondern daß vielmehr die Aktivität eines Tomatengens ausgeschaltet wurde. Dies wurde mit der sogenannten
"Antisense"-Technologie erreicht. Die Tomate besitzt das Gen für eine sogenannte Polygalacturonase. Dieses Enzym ist entscheidend daran beteiligt, am Ende des Reifeprozesses Zellwände abzubauen, die Tomate wird weich. Bringt man nun dieses Gen noch einmal in die Pflanze ein, allerdings in sinnverkehrter (antisense) Orientierung hinter einem starken Promotor, so entsteht eine spiegelbildliche (komplemetäre) messenger-RNA, die die Wirkung des Gens neutralisiert. "
Mir gibt es zu denken, dass mein deutscher Supermarkt genau solche nichtsichtbar gammelnden Super-Tomaten anbietet und an keiner Stelle ein Hinweis auf transgene Ausgangspflanzen existiert.
Nur, da fällt mir ein, dass der gleiche Markt vor Jahren nach Tschernobyl Schilder aufstellte, wonach die Zwiebeln aus Neuseeland kamen und kleine Bändchen am Zwiebelsack mit verschwommener Textinfo auf eine eher "polnische" Herkunft deuteten.
Sollte mir in diesem oder nächsten Leben 'ne Frau
ohne Bauchnabel im Bett beteuern, dass sie trotzdem aus 'ner guten Familie (wohl eher Firma) kommt, werde ich wohl nichts und niemandem mehr irgendwas glauben!
Und wehe, ich erwische nachts an meinem PC 'nen Sack Kartoffeln aus Holland, der sich illegal Musik aus dem Internet herunterlädt!
cu
sonten