Borderline und Reiki

Fragen zur Unterstützung mit Reiki bei Krankheit und Problemen sowie zum Fernreiki-Kreis.

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sunny181274
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Borderline und Reiki

Beitrag von sunny181274 »

Hallo meine Lieben...

ich hab im Forum schon gesucht, aber nicht wirklich einen aufschlussreichen Eintrag gefunden :cry:

So, jetzt mal meine Frage, bzw. mein Eintrag:

Denkt Ihr (oder habt jemand von Euch in irgendeiner Form Erfahrung mit dieser Thematik) das man mit Reiki einem Borderliner helfen kann?

Gibt es andere (alternative) Methoden die hilfreich sein können?

Ab wann ist denn ein Borderliner ein Borderliner? (ich hab den Eindruck, das sich in dieser "Krankheit" alles an psychischen Problemen sammelt was sonst nirgendwo einen "Platz" gefunden hat....ist das zu verstehen wie ich das mein?)

Kann man mit BLern Beziehung leben?


Ich würd mich sehr über Eure Meinungen, Erfahrungen, Hinweise und Tips freuen........ich dank Euch jetzt schon mal ganz herzlichst und wünsch Euch alles, alles Liebe...... sunny :D
Es ist gut so wie´s ist, weil´s so ist wie´s ist.
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Elvira
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Beitrag von Elvira »

Hi Sunny,

was oder wer ist ein Borderliner????


Gruß
Kathi
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon längst verloren.
Ronja

Beitrag von Ronja »

Hallo Sunny,

eine Persönlichkeitsstörung gehört in den Händen der Ärzte oder Psychologen! Ab wann eine Borderline eine Borderline ist schwer zu sagen und dafür gibt es Fachleute. Ich stelle es mir schwierig vor, mit einem Menschen eine Beziehung zu führen, der die Symptome hat. Sicherlich muß die Person mit Medikamenten eingestellt werden. Was lässt Dich zu der Vermutung kommen, daß die Person vielleicht eine Borderline haben könnte?

http://www.borderline-plattform.de/

Reiki kann sicherlich unterstützend wirken. Ich würde besonders auf die Erdung achten und beim Reikisenden keine Symbole benutzen - außer natürlich das Fernsymbol. .

Aus spiritueller Sicht würde mir noch ein Clearing einfallen.

Liebe Grüße,
Ronja
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sunny181274
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Beitrag von sunny181274 »

Guten Morgen ihr Lieben...

@Kathi also ich versuchs mal zu umreissen: BLer sind Menschen die sich bei Problemem mit denen sich nicht klar kommen evtl. selbst ritzen z.b.. Die sich durch ritzen dann erst wieder selber spüren. Meist ist es auch so, das sie anderen Leuten Schuld für Dinge geben die sie selbst verbockt haben und noch einige Dinge mehr. Es ist schwer zu erklären, eben weil soviele Symtome und Verhaltensmuster in dieses Krankheitsbild hineinfallen.

@ronja Ja ronja ich weis, dass das in die Hände von einem Therapeuten gehört, ich will diesen Part auch nicht übernehmen, kann ich ja auch garnicht.
Was mich ein BL-Syndrom vermuten lässt? Ich habe selbst mit diesem Menschen ein halbes Jahr zusammen gelebt und es ist einfach so, das ich seit Anfang an der Meinung war, dass es neben der Therapie noch andere Wege gibt, das sich in diesem speziellen Fall eine Auf-Lösung finden lassen würde, meiner Meinung nach in der Familie.
Ich hab mir schon einige Seiten zu dem Thema angesehen. Dadurch entstand ja bei mir der Eindruck, das man in dieses Syndrom alles reingepackt hat, was, sag ich mal so lapidar, in einem anderen Bild keinen Platz mehr hatte. Ausserdem sind diese Seiten, natürlich, voll mit leidvollen Geschichten aus und mit dem Leben der BL.
Da frag ich mich dann einfach, ist es denn nicht meist so, das die Menschen nur berichten wenn sie Kummer oder Leid erlebt haben? Es ist doch in den wenigstens Foren so wie hier, das man auch freudige und schöne Geschichten lesen kann...oder?

In Sachen Reiki kann ich ja selbst noch nicht viel machen, hab ja selbst meine Einweihung noch nicht...und wenn ich sie hab, werd ich sie auch erstmal für mich selbst nutzen :lol:

Aber mich beschäftigt dieses Thema, sicher auch weil mir der Mensch noch ziemlich nahe steht und ich selbst auch einiges aus dieser Zeit gelernt habe.

Ich dank euch beiden für Eure Einträge und freue mich, wenn ich noch mehr Kommentare dazu bekomme....gern natürlich auch per pn oder Mail.

Ich wünsch euch alles Liebe....sunny :D
Es ist gut so wie´s ist, weil´s so ist wie´s ist.
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sunny181274
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Beitrag von sunny181274 »

Hallo....

ich wollt mich nur nochmal kurz bei ronja bedanken.

Die Seite im Netz ist sehr informativ und gibt richtig Aufschluss darüber was denn BLS eigentlich ist.

Lg....sunny :D
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Sheelara
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Beitrag von Sheelara »

Hallo Sunny,

zu Deiner Frage glaub ich folgendes: wenn ein Mensch im tiefsten Inneren den Wunsch und die feste Absicht hat, sich zu verwandeln, vor der eigenen Hütte zu kehren anstatt vor den Hütten anderer (kleine Ausrutscher ausgenommen ;-), alles daran setzt, sein eigenes Selbstwertgefühl aufzubauen und zu halten, die Bereitschaft hat, seinen Schmerz zu fühlen, auszudrücken, auszuhalten, den Glauben daran entwickelt, dass es Menschen gibt, die zu ihm stehen und die bei aller Menschlichkeit auch mal Fehler machen dürfen, dann kann Reiki bei so einem Prozess Wunder wirken und wirklich helfen.

Ich musste gerade denken an diesen Arzt namens Chopra, der mal untersucht hat, welche Gemeinsamkeiten all die Menschen hatten, die laut Schulmedizin „unheilbar“ an Krebs erkrankt nach Hause geschickt wurden, und die dann noch lange gelebt haben, teilweise sogar geheilt wurden. Die grösste Gemeinsamkeit war, sie haben den Ärzten nicht geglaubt. Und die zweite Gemeinsamkeit war, sie haben in sich eine wie auch immer geartete Verbindung mit dem Göttlichen aufgebaut.

Mit den ganzen Psycho-Diagnosen ist das ähnlich. Da steckt so viel Demütigung drin und auch so viel von Unheilbarkeit. Menschen, die von Kind an schon glaubten, sie seien verrückt und wertlos, ein nicht liebenswertes Monster, kriegen jetzt solche Diagnosen, mit denen sie wieder in so eine Schublade gesteckt werden. Es ist verdammt schwer, sich das nicht reinzuziehen und die Diagnose nur als eine neutrale Beschreibung zu betrachten. Ich habe ein paarmal solchen Menschen Reiki nähergebracht... die eine lieh das Geld für ein Seminar lieber ihrem Freund, so wie sie alles für ihren Freund tat, damit er sie nicht verlassen sollte, was letztlich doch immer wieder passierte. Sie war nicht offen für einen anderen Weg. Ein anderer mochte die Berührung und das Spüren der Energie, sah aber nach kürzester Zeit sowas wie eine Heilige in mir, seine Therapeutin, die nie gekannte Mutter etc., und sobald ich mal selber in einem Prozess war und diese Rolle gerade nicht ausfüllen konnte, traf mich sein Hass. Wir hatten tiefe Gespräche über Spiritualität, und immer wenn ich an den Punkt kam, dass wir die Wahl haben, ob wir den einen Menschen angreifen, der nicht nett zu uns ist, oder zu den anderen 9 Menschen gehen, die uns mögen, und uns da Hilfe holen, stieg er aus. Er hatte diese Wahl nicht und musste immer auf diesen einen Menschen losgehen. Am Schluss war ich dieser Mensch, weil ich eben keine Heilige war und nicht immer für ihn Zeit hatte. Mit meiner Geschichte ist mir sowas zu heftig auf Dauer, deshalb hab ich erstmal genug von diesen Erfahrungen.

Mit Wut und Hass umgehen ist nicht meine grösste Stärke. Noch nicht, aber ich lerne dazu ;-)

Insofern würde ich sagen, probier es aus, sprich mit diesem Menschen, spür genau hin und tu nur das, was sich für Dich wirklich gut anfühlt, sonst wäre es möglich, dass Dir in Kürze alles Mögliche um die Ohren fliegt... (was auch eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung sein kann, von der ich Dich auf keinen Fall abhalten will... irgendwie müssen wir ja auch lernen, was sich richtig anfühlt und was nicht, und was passiert, wenn wir diese Signale missachten...)

Soviel zu meinen Gedanken... vielleicht magst Du ja erzählen, wie‘s weitergeht?

Liebe Grüsse von Sheelara
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Sheelara
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Beitrag von Sheelara »

P.S. und falls Du über Dich selbst geschrieben haben solltest (das geht aus Deinem Posting nicht klar hervor), dann formuliere meine Antwort einfach entsprechend um ;-)

oh Mann, es gibt einen Edit-Knopf, es gibt einen Edit-Knopf... manche Dinge merk ich mir nie!
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sunny181274
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Beitrag von sunny181274 »

Hallo Sheelara,

zum Ersten...Nein, es geht nicht um mich!!
Es geht um einen Menschen mit dem ich ein halbes Jahr eine Beziehung geführt habe und da ist mir nach und nach tatsächlich alles, aber wirklich alles, von mir bisher nicht Gekannte um die Ohren geflogen.
Ende vom Lied war...ich musste gehen. Ich konnte defenitiv nicht anders.

Ich hab versucht ihr andere Wege zu zeigen...wobei ich ihr einen schon zeigen konnte...eine Therapie und diesen Weg geht sie heute noch.

Ich konnte ihr damals nicht klar machen, was in ihrem Handeln (hinzu kam, in der Zeit, das sie arbeitslos war...und einige BL haben ja auch einen Zwang zur Arbeit) mit mir passiert. Mir wurde ihr Handeln zu gross, hat sich förmlich zu einem Monster entwickelt und ich hab mich dabei fast selber verloren. Ich bin schier verzweifelt weil ich in ihr dieses Bewusstsein nicht wecken konnte und da war für mich der einzige Weg...raus, von jetzt auf sofort.

Das hat sie sehr verletzt, glaub ich ihr und versteh ich auch, aber jetzt ist sie sich meiner Person und was mit mir passiert ist bewusst...jetzt ist nur der Umgang mit dem Verlassen-worden-sein da. Wobei es ja generell so ist: bin ich da, ist´s zu eng...geh ich zurück, hat sie Angst mich zu verlieren.

Aber ich denk eben auch,
(und ich habs mit meiner eigenen Krebsdiagnose erfahren, jeder wollt mich unters Messer legen und ich wusste es gibt einen anderen Weg...heut, nach knapp eineinhalb Jahren , der Arbeit an und mit mir, hab ich die Sache im Blick, aber nicht mehr im Vordergrund, und es ist nicht mehr pathologisch)
dass es einen anderen Weg gibt, auch für sie. Scheinbar war sie eben noch nicht offen für solche Dinge.

Jetzt will sie sich zumindest schon mal Familienstellen ansehen, zwar aus nem anderen Hintergrund....aber das ist ja erstmla egal :P :zunge:

Fakt ist...mir ist dieser Mensch noch sehr nah und wichtig. Auf der anderen Seite steht aber immernoch der Gedanke an die Angst von damals.
Da BL aber so ein breites Spektrum zu haben scheint, so kommts mir zumindest vor (aber manches verliert auch an Grösse wenn man es aus dem Abstand betrachtet :zunge: ) und es verschiedene Einstufung gibt und wenn dann noch Bereitschaft sich zu öffnen von ihr dazu kommt , frag ich mich....
Ist es möglich Beziehung zu leben?
Neben diesen Menschen zu stehen ohne sich selbst zu verlieren, ohne es zum Kraftakt werden zu lassen?
Generell denke ich schon...wenn sich ihr Bewusstsein und Warhnehmung ändert.

Darum interessiert mich eure Meinung, Erfahrung mit solchen Dingen.

Mit lieben Grüssen.... sunny :D
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sunny181274
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Beitrag von sunny181274 »

Hallo ihr Lieben...

hab meine Antwort, für diesen einen Fall...ich wollts nur erwähnt haben, gerade selbst erhalten und dank dem lieben Gott dafür.

Es ist ein ...gestern Luftschlösser bauen, himmeljoch jauchzend, voller Euphorie und Tatendrang und heute ein resignierendes, im Selbstmitleid und Schmerz versinkendes, stumpfes und Alles aufgebendes und ablehnendes Verhalten.

Dadurch wird es für mich zum Wechselbad der Gefühle. Eine Sache ohne Konstanz und Bestand.
Immer wieder ein Platzen einer Seifenblase.

Mit dieser Erkenntnis würde ich heute meine Angst von damals wieder nähren, aber dafür bin ich jetzt schon zu weit meinen eigenen Weg gegangen um das nochmal erleben zu wollen.

Ich kann nicht mehr tun als es annehmen wie es ist. Glück, Liebe und Heilung wünschen und es....loslassen.

Alles Liebe für Euch....sunny :D
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Sheelara
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Beitrag von Sheelara »

:applaus: :applaus: :applaus:
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Marjellchen
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Beitrag von Marjellchen »

Hallo Ihr,
diese ganzen posts hier haben mich grade sehr tief berührt.

Ich finde es wundervoll, wie sich hier so offen, warmherzig und ehrlich ausgetauscht wird.

Sunny, ich wünsche dir alles alles Gute auf deinem Weg mit deiner Freundin!
Du hast recht - es wird oft über Krankheiten nur überall das Negative geschrieben. Dabei werden die menschlichen Inhalte fast vergessen.

Ich bin auch vor Kurzem von einem an Schizophrenie Erkrankten sehr beeindruckt gewesen.
Trotz schlimmer Krankheiten sind Menschen liebenswert, ohne Frage.
Aber grade bei psychischen Sachen ist es ein absolutes Abenteuer, wenn ein Kranker und ein Gesunder eine Beziehung leben wollen...
Es kommt ja auch immer auf den Schweregrad einer Krankheit an, wie man damit umgehen kann, wie toleranzbereit beide sind bzw. ob die vorliegende Störung einen Charakter komplett unberechenbar macht, ob die Sache einen progressiven Verlauf hat u.ä.

Mir sind immer die Menschen sympathisch, die sich Gedanken um andere machen.
Die nicht weglaufen vor Problemen, die hinterfragen, ihr ganzes Herzblut einbringen, ihre Liebe für alle offen halten.

Wir sind viele und werden immer mehr. Ich bin froh, das zu beobachten, weil es mir eine Zeit lang andersherum vorkam. D A N K E!

Rührselige Grüße von Marjellchen
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Karai
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Beitrag von Karai »

Hallo Sunny!
Ich bin selbst Borderliner.Reiki hat mir immer gut getan.Behandlungen empfand ich als entspannend.
Ich habe mit Reiki 2.Grad an meinen frühkindlichen Traumata gearbeitet.
Ich würbe gern ausführlicher von meinen Erfahrungen berichten.Im Moment bin ich aber knapp in der Zeit.Melde mich in den nächsten Tagen wieder.

Gruß Karai
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Ameise
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Beitrag von Ameise »

Ich möchte hier gerne etwas aus dem empfindsam - Forum zitieren :

Von dortigem Forumsmitglied Clown :
Ich lese ein Buch von Joachim Gneist über das borderline-Syndrom, Titel "Wenn Haß und Liebe sich umarmen".

Ziemlich am Schluß heißt es:
Ein Kind, das feststellt, dass es nicht so akzeptiert wird, wie es ist, kann (mehr oder weniger bewußt) beschließen, mit seinem wahren inneren Selbst in den Untergrund zu gehen ("abzutauchen") oder es sogar abzulegen.

Borderline-Menschen haben zu einer unglaublichen frühen Zeit eine Entscheidung gefällt, nämlich im Alter von 1 bis 3 Jahren.

Die Entscheidung lautet:
"Wenn mich keiner so haben will, wie ich nun einmal bin, dann erspare ich mir dieses unerträgliche Maß an Ablehnung, an Neid oder purem Unverständnis - - ich verleugne mein eigenes Wesen."

Der Autor und Therapeut nennt die Frage, die er am häufigsten von borderline-Menschen (direkt oder unausgesprochen) gestellt bekam -

"Meinen Sie wirklich mich?"
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
Arthur C. Clarke, "Profiles of The Future", 1961
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Rica
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Beitrag von Rica »

Ameise hat geschrieben: Buch von Joachim Gneist über das borderline-Syndrom, Titel "Wenn Haß und Liebe sich umarmen".
Hallo Ameise,
vielen Dank für den Buchtipp! Werde ich mir mal zu Gemüte führen.

LG, Rica
[color=violet][b]Nur wer nicht ganz dicht ist, kann für alles offen sein. [/color][/b][img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/love/liebe20.gif[/img][img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/love/liebe26.gif[/img]
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Rica
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Beitrag von Rica »

Karai hat geschrieben:Hallo Sunny!
Ich bin selbst Borderliner.Reiki hat mir immer gut getan.Behandlungen empfand ich als entspannend.
Ich habe mit Reiki 2.Grad an meinen frühkindlichen Traumata gearbeitet.
Ich würbe gern ausführlicher von meinen Erfahrungen berichten.Im Moment bin ich aber knapp in der Zeit.Melde mich in den nächsten Tagen wieder.

Gruß Karai
Hallo Karai,
bist du noch im Forum?

Ich würde mich freuen, wenn du über deine Erfahrungen hier schreibst.

Liebe Grüße, Rica
[color=violet][b]Nur wer nicht ganz dicht ist, kann für alles offen sein. [/color][/b][img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/love/liebe20.gif[/img][img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/love/liebe26.gif[/img]
Smaurie
Redaktion Reikiland
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Registriert: 23.12.2005, 17:40

Beitrag von Smaurie »

Ich habe 18 Jahre mit einem Borderliner verbracht, davon 13 Jahre zusammengelebt und hab mit ihm 2 Kinder. Ich bin seit einem Jahr geschieden und der Kampf hört nicht auf, weil er die Trennung nicht als Wirklichkeit sehen kann. Was mir am meisten weh tut, er kann unheimlich lieb sein, hilfsbereit sein, sich kümmern... Dann bin ich sein Engel und alles ist rosarot. Wenn ich auch nur im entferntesten am Lack kratze oder ein Verhalten nicht so toll finde (dass er unsere kleinere Tochter bis zum Weinkrampf geärgert hat z.B.), dann war alles schwarz. Ein Teil von ihm sieht diese dunkle Seite, aber weil die Kritik für ihn nicht ertragbar ist, muss er zeigen, dass er recht hat. D.h. er steigert sein Verhalten noch. Heute habe ich eine 12-jährige, die eine Therapie machen muss, ihren Vater hasst und ihn nur mit dem Nachnamen anreden will.
Es gibt diese Liste mit ich glaube 9 Verhaltensweisen, die dann die Wahrscheinlichkeit nahe legt, dass er ein Borderliner ist. Die meisten Fachleute sind aber auch ziemlich hilflos. Viele BL können ihre Probleme nicht sehen, weil sie die Realität nicht akzeptieren und dementsprechend schildern sie ihr Leben. Da kann ein Außenstehender kaum beurteilen, was wirklich war. Es gibt nur schwarz oder weiß, überangepasstes Verhalten oder ein massives Anstürmen gegen alle sozialen Regeln. Sie spielen Rollen, die durchaus überzeugend sein können. Ich hab es jahrelang immer wieder versucht, da durch zu brechen und zu helfen, an den Kern von einem Menschen zu kommen, mit dem ich mal mein Leben verbringen wollte. Das hat mich fast kaputt gemacht. Mit Reiki bin ich etwas gelassener geworden, akzeptiere mehr und bemühe mich, die ganzen Ereignisse als Lernprozess für mich zu sehen. Ich habe es aufgegeben, helfen zu wollen. Es ist seine Verantwortung, die ich ihm nicht abnehmen kann. Das war eine der schlimmsten Erkenntnisse für mich, zusehen zu müssen, ohne etwas tun zu können. Ich bemühe mich, ihm positive Gedanken zu schicken. Wenn er mich so die Palme hochbringt mit irgendeinem Mist, dass ich das nicht überzeugend tun kann, versuche ich seinen Schutzengel zu "aktivieren".
Es gibt noch ein tolles Buch über BL von Kreismann/Straus: Ich hasse dich-verlass mich nicht.
Letztendlich kann man nur die Verantwortung für sich selbst übernehmen.

@ sunny Loslassen war wohl die richtige Entscheidung und ihr dabei alles Liebe wünschen. Wenn sie durch dich eine Therapie macht oder sich jetzt mit Familienstellen beschäftigt, arbeitet sie zumindest an ihrem Weg und das ist mehr, als die meisten tun. Du hast ihr damit eine Chance gegeben.

Liebe Grüße
Smaurie
Spiritualität bedeutet, die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen, ohne irgendjemandem die Schuld für irgendetwas zu geben.
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