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Vogelgrippe, HIV und mehr
Verfasst: 23.02.2006, 21:18
von Frank
Hi,
hab gerade eine eMail von Bärbel Mohr bekommen, mit jenem Artikel. Hab ihn gelesen und finde das Ganz schon ziemlich heftig. Noch habe ich keine klare Meinung dazu, möchte euch den Link aber mal zum Weiterlesen geben:
http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background367.shtml
Verfasst: 23.02.2006, 23:16
von opelz
Hey,
ich habe diesen Artikel mit ausführlichsten Anmerkungen (über 12 Seiten) vor einigen Tagen in der Zeitschrift "Medizin Spezial, 2000 plus, Kosmos, Erde , Mensch, Heft 26/218" gelesen.
Auch diese sehr sensiblen Thema sollte sicherlich nicht überbewertet aber auch auf gar keinen Fall unterschätzt werden.
Aber diese fast ausschließlich aufreißerischen Artikel und grundsätzlich gegen jeden und alles und zudem sehr einseitigen Sichtweisen, fallen in dieser Zeitschrift schon nach sehr kurzem lesen auf.
Die Krönung ist dann in dem Artikel, dass ein genauer Tag im März genannt wird, an dem
alle Bürger dieses Landes (82,5 Mio) auf einen Schlag, ausnahmslos und von der Begründung her angeblich nicht gegen das Grundgesetz verstoßend, gegen die Vogelgrippe geimpft werden sollen.
Dabei soll es kein Entrinnen geben, für keinen Bürger. Sebst die Ärzte sollen von anderen Ärzten geimpft werden müssen!
Alles genauestens perfekt geplant und geschnürt, von wem auch immer....
Wer Interesse an diesem Thema gefunden haben sollte und sich noch ein wenig weiter reinlesen möchte, ist diese Zeischrift wärmstens zu empfehlen. Da fängt der Tag gleich richtig an!
Viele liebe Grüße aus Wolfenbüttel
Olaf
Verfasst: 23.02.2006, 23:52
von Sir Thomas Marc
Keine Chance, Impfen macht mein Immunsystem nicht mehr mit. Gesetz hin oder her.
aber das mit dem HIV ist auch hier ein lustiges thema.
http://www.zeitenschrift.com/news/aidsn ... uege.ihtml
auch sehr spannend...
euer
thomas
Verfasst: 24.02.2006, 00:38
von modesty
Hi Ihrs
hier mal eine andere Sicht der Dinge:
http://www.kamasha.de/Vogelgrippe.pdf
was man davon halten soll......

, aber das Unmögliche gibt es ja
bekanntlich nicht.
LG Modesty
Verfasst: 24.02.2006, 12:39
von StilleWasser
Soweit ich meinem Bauchgefühl vertrauen darf, was ich einfach mal tue, denn jeder braucht da so seinen eigenen Fahrplan, mischen sich in dem Bericht Wahrheit und Erfindung. Der Interviewte neigt ab und an zu einer etwas wirren Ausdrucksweise....... ich glaube, er ist nicht ganz bei Sinnen. Ich meine das nicth abwertend oder verletztend sondern wortwörtlich. Außerdem ergeben sich aus dem Text auch wiederum einige Fragen.
Fakt ist mit sicherheit, dass die "Vogelgrippe" zu einem Mammut-Thema aufgebauscht wird. Und ich denke, dass mit voller Absicht mit Angst gehandelt wird. Das ist bei der Berichterstattung immer der Fall. Informationen werden politisch-strategisch verteilt. Oder auch finanziell-strategisch. Sich dessen bewußt zu sein, ist vorteilhaft. Den eigenen Kopf zum Denken zu nutzen ebenfalls. Auch in der Wissenschaft wird allerlei behauptet, was tatsächlich nicht auf so fundamentalen Füßen steht, wie wir zunächst glauben dürften. Und sei es nur, dass ein ehrgeiziger Professor mit Absicht nur in eine Richtung forscht. Alles schon gesehen.
Deswegen ist die Vogelgrippe (ob nun Grippe oder nicht) trotzdem eine ernstzunehmende Erkrankung.... zunächst einmal für die Vögel. Und um die tut es mir seit Beginn der Berichterstattung wirklich leid.
Sachte, sachte.
Lieben Gruß, Christina
Verfasst: 24.02.2006, 13:55
von StilleWasser
nur mal so am Rande, weil ich gerade Zeit und Lust auf ein wenig Gehirnjogging hatte...
spiegel-online schreibt heute, dass 2200 tote Vögel gefunden wurden und somit auch vermutlich viel mehr an Vogelgrippe gestorben sind. Da bekommt man erst einmal einen Schreck, zumal ich als Zahl der Vogelgrippeopfer die Zahl 107 im Kopf hatte. So. Das waren 107 Vögel von 825 gefundenen. Etwa 13% hatten also den Vogelgrippevirus und starben. Schlimm genug. Aber was ist mit den 718 Vögeln, die starben und bei denen kein Virus nachgewiesen werden konnte (also den 87%)
... spiegel online zitiert:
"Als klar war, dass die Hauptprobleme in punkto Infektion bei diesen Arten lagen, haben wir sie aus Kapazitätsgründen außen vor gelassen." Dass viele der nicht untersuchten Vögel infiziert gewesen sein könnten, bezeichnete Nostitz als "durchaus wahrscheinlich"
Was wir nicht wissen... wieviel Prozent der toten Vögel waren Schwäne, wieviel Prozent der toten Schwäne hatten den Virus und ist der Virus die alleinige Todesursache? Insofern wissen wir z.B. nicht, was die Aussage "durchaus wahrscheinlich" im Zusammenhang mit unerkannt infizierten Vögeln zahlenmäßig bedeutet. Aber die Aussage ansich im Zusammenhang mit 2200 toten Vögeln statt 825 macht schon ein wenig Sorge, gelle.
Ein wenig wundern tu ich mich da schon. Obwohl ich ein Freund von Vorsichtsmaßnahmen und umsichtigen Handeln bin.... mir ist das alles zu ungenau.
Ich erinnere mich an eine Ausstellung zum Thema Medien, wo anhand von unterschiedlichem Bildmaterial eindrucksvoll gezeigt wurde, wie unterschiedlich die Aussagekraft und der Aussageinhalt eines Bildes sein kann. Nicht anders ist es mit Informationen... es kommt auf den Ausschnitt drauf an.
Lieben Gruß, Christina
Verfasst: 24.02.2006, 21:41
von Zauberfrau
was zur Zeit über die Vogelgrippe geschrieben wird finde ich schlicht weg zum K.....!
Panikmache überall.......und die Pharmaindustrie freut sich dass sie Tamiflu verkaufen kann. Dabei wirkt es wirklich nur wenn ein Grippevirus erkannt wurde und das Mittel binnen 48 Stunden nach Erkrankung eingenommen wird.
Ich mache mich nicht verrückt......
Silke
Verfasst: 24.02.2006, 22:10
von opelz
Genau, man weiß gar nicht ob
Tamiflu überhaupt das geeignete Mittel ist und bei zwei Fällen in Asien waren die Viren mittlerweile immun dagegen......
Wer weiß was erst kommt, wenn sich zufällig BSE-Rind und Grippe-Vogel gefunden haben.
Allerdings auch eine Frage wert, hinsichtlich der Annahmemöglichkeit der verschiedenen Viren und der Wirtmöglichkeiten.
Eigentlich ist nur das Schwein das dem Menschen am ähnlichste Tier und somit eine Übertragbarkeit zumindest aus schulmedizinischer Sicht möglich.
Schauen wir mal...................
Verrückt machen auf gar keinen Fall aber immer wachsam und auf den anderen Stuhl setzend durchs Leben gehen
und ab und an mal nach oben schauen.
Viele liebe Grüße
Olaf
Verfasst: 24.02.2006, 22:30
von TearOfJoy
opelz hat geschrieben:Eigentlich ist nur das Schwein das dem Menschen am ähnlichste Tier....

Verfasst: 25.02.2006, 12:12
von Sheelara
Danke für den Artikel, Frank. Ich bin nicht so die Wissenschaftlerin, aber er spricht mir total aus der Seele und aus dem Gefühl. Mein Hausarzt hat mir schon vor Jahren erklärt, daß es den AIDS-Virus gar nicht gibt und daß ihn noch niemand wirklich nachgewiesen hat... und auch, daß Robert Koch wohl auf seinem Sterbebett gesagt haben soll, die Bakterien seien überhaupt nicht das Problem, sondern der Nährboden...
Hat mir total gut getan, mal wieder an die andere Perspektive erinnert zu werden.
Liebe Grüsse, Sheelara
Verfasst: 25.02.2006, 12:48
von ginger
Ja stimmt, wenn das Immunsystem (der Nährboden) in Ordnung ist, werden wir nicht krank - oder die Tiere. Aber bei der nicht artgerechten Haltung ist das Immunsystem vieler Tiere schon lange kaputt.
L.g. ginger
PS: Dass das Schwein das dem Menschen ähnlichste Tier ist, steht auch in dem Büchlein: Schweinefleisch und Gesundheit drin. (von Dr. Reckeweg, gibts im Reformhaus - oder bestellen im Aurelia-Verlag)

Verfasst: 25.02.2006, 13:23
von Rica
Könnte es nicht auch sein, dass in strengen Wintern immer viele Vögel sterben?
Verfasst: 25.02.2006, 14:32
von Sheelara
So isses. Besonders schön beschrieben fand ich das in dem Artikel "Schwäne knutschen verboten"...
http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background376.shtml
Verfasst: 25.02.2006, 15:23
von Kobi
Also ich weiß nicht was schlimmer ist, die allgemeine Presse oder die, die natürlich alles wiederum viel besser wissen und ihre eigenen Sensationsgeschichten davon machen.
Verfasst: 25.02.2006, 15:44
von Spiralfrau
Gestern im Mainzer Karneval...........
"Eine 95jährige Dame im Altenheim hat Angst vor der Vogelgrippe. Sie trinkt nicht mehr aus ihrer Schnabeltasse......."
Verfasst: 25.02.2006, 16:04
von May
Die Karnevalisten ham ja wohl nen Vogel...
Verfasst: 25.02.2006, 18:33
von Lehrling
Na ja, zu BSE Zeiten hat ein 90 jähriger in der Bekanntschaft aufgehört, Rindfleisch zu essen, weil er kein BSE kriegen wollte.
Wir haben dann alle geschmunzelt.
liebe Grüße
Lehrling
immerhin finde ich das mit der Schnabeltasse besser als den "Witz" von Merz in seiner Ansprache bei der Ordensverleihung
Verfasst: 25.02.2006, 22:57
von Suchende
Hallo Zusammen. Ich muss jetzt mal aus wissenschaftlicher Sicht und mit gesunder Menschenkenntnis darauf antworten.
Sowohl besagter Herr Virusgegner, als auch ein ganzer Haufen anerkannter Wissenschaftler leiden an einer Profilneurose und an Geltungsdrang!
Natürlich gibt es Viren, die als Krankheitsursache gesichert sind. Daneben gibt es aber jede Menge Faktoren, die bei der Entstehung der Krankheiten eine Rolle spielen. So gibt es unter den Viren auch solche, deren krankmachende Effekte erst DURCH! Interaktion mit unserem Immunsystem zustande kommen!
Die Existenz des HIV Virus ist zwar tatsächlich nicht im Sinne von: hier haben wir den Viruspartikel, nachgewiesen, das liegt aber unter anderem auch daran, dass bei diesen Viren das Virusgenom in unser Erbgut eingebaut wird. Der vollständige Viruspartikel kann also nach Infektion gar nicht nachgewiesen werden! Retroviren, wie das HIV Virus dringen in die entsprechende Zelle ein, gehen dort quasi kaputt und geben so ihr- aus Ribonukleinsäure bestehendes- Erbgut frei, um dieses mithilfe eines Enzyms in Desoxyribonukleinsäure umzubauen und in unsere DNA zu integrieren! Das ist auch der Grund, warum dieses Viruspartikel so schwer zu finden ist! Es ist sozusagen versteckt in unserem Erbgut und wird bei unserer normalen Zellteilung genauso weitergegeben! Im übrigen befällt dieses Virus T-Helferzellen (Zellen unseres Immunsystems), die eine Struktur an ihrer Oberfläche tragen, an denen das Virus haften und so in die Zelle eindringen kann.
Der an AIDS Erkrankte stirbt (eben für den Fall, dass er erkrankt) an anderen Infektionen, auf die sein Immunsystem nicht mehr entsprechend reagieren kann! Eben FALLS er erkrankt! Eine Infektion allein macht eben nicht immer eine Erkrankung!
Auch an der Entstehung von BSE ist das Immunsystem wahrscheinlich beteiligt, denn nach experimenteller Übertragung der Prionen erkrankten keine Tiere, die eine Immunschwäche hatten!
Eine Erkrankung durch Infektionserreger, ob Viren, Bakterien oder Parasiten, hängt also immer auch vom Infizierten ab!!!!
Also man kann weder Mr. Gibtsdochallesgarnicht, noch rein profilneurotischen Mikrobiologen, die für einen Erfolg in ihrem Forschungsgebiet sogar ihre Großmutter verkaufen würden, allein Glauben schenken!
Daneben gibt es aber eine ganze Menge weniger korrupter Wissenschaftler, die auch die Gefahr der H5N1 Variante des Vogelgrippevirus realistisch einschätzen, ohne in Panik zu verfallen!
Hetzkampangnen, sowohl von Seiten der Wissenschaft und Pharmaindustrie

, als auch von meinen "heißgeliebten" Verschwörungstheoretikern, bringen niemandem etwas!
Liebe Leute
Benutzt doch bitte Euren gesunden Menschenverstand und seht, dass sich die Pharmaindustrie zwar sehr freut, wenn der Medikamentenabsatz steigt

, aber eine gesunde Vorsicht durchaus angebracht ist.
Damit meine ich natürlich keinesfalls, dass sich jeder Tamiflu in seine Hausapotheke stellen soll, sondern nur, dass bitteschön auch profilneurotische Verschwörungstheoretiker als solche enttarnt werden!
Bitte immer gesunde Skepsis walten lassen!
Lieben Gruß
Suchende und Meckernde

Verfasst: 26.02.2006, 01:02
von opelz
Einfache bayrische Hausmittel sind anscheinend immer wieder die beste "Medizin":
Hilft Sauerkraut gegen Vogelgrippe?
Die Panik vor der sich weltweit ausbreitenden Vogelgrippe ist nach wie vor groß.
Jetzt keimt Hoffnung auf.
Ausgerechnet ein Traditionsgericht aus Deutschland soll gegen Vogelgrippe helfen: Sauerkraut! Das jedenfalls wollen Forscher aus Korea herausgefunden haben.
Die Wissenschaftler um Professor Kang Saouk aus Seoul fütterten elf von 13 mit dem Vogelgrippe-Virus infizierte Hühner mit Sauerkraut, wie die Online-Agentur Ananova berichtet. Innerhalb einer Woche hätten jene Hühner, die in den Genuß des deutschen Nationalgerichts gekommen waren, deutliche Zeichen von Besserung gezeigt.
Sauerkraut ist durch Milchsäuregärung konservierter Weißkohl und gilt international als das bekannteste Nationalgericht Deutschlands. Die Beilage ist reich an Vitamin A, B und C und enthält viele Mineralstoffe. Laut Saouk sind es bestimmte Bakterien im Sauerkraut, die gegen das Vogelgrippe-Virus wirken. (Smi)
Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/1 ... h_das_noch
Verfasst: 26.02.2006, 01:11
von opelz
Doch kein "Schwein" gehabt:
Peking/Manila (dpa/WEB.DE) - Das aggressive Vogelgrippevirus H5N1 ist in China bei Schweinen festgestellt worden.
Das berichteten chinesische Veterinäre am Freitag auf einer Konferenz zu Vogelgrippe und Sars in Peking.
Schweine können sich gleichzeitig mit Menschen- und Vogelgrippeviren infizieren und gelten daher als "Mischgefäß" von beiden. Experten befürchten, das ein Mischvirus eine weltweite schwere Grippewelle auslösen könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf reagierte abwartend. Notwendig sei aber eine "weiträumige Überwachung" der Situation.
"Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schweine die Vogelviren aufnehmen", sagte der Chefvirologe des Hamburger Bernhard- Nocht- Instituts für Tropenmedizin, Prof. Herbert Schmitz, der "Berliner Morgenpost" (Samstag). Die Gefahr liege jedoch darin, dass sich genetisches Material von Vogel- und Menschenviren zu einem neuen Virustyp vereinigen könnten, der dann - anders als der Erreger H5N1 - möglicherweise auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden könnte. "Der Nachweis der Vogelviren in Schweinen kann ein Hinweis darauf sein, dass sich das Virus auf die Reise begibt. Und er sollte Anlass sein, die Vogelgrippe noch intensiver zu bekämpfen", mahnte Schmitz.
Verfasst: 26.02.2006, 15:09
von ginger
Wer weiß, vielleicht haben die Schweine ja kranke Vögel ins Futter gemischt bekommen......
Verfasst: 26.02.2006, 19:02
von May
ginger hat geschrieben:Wer weiß, vielleicht haben die Schweine ja kranke Vögel ins Futter gemischt bekommen......
Jo, damit man feststellen kann, inwieweit das Virus übertragbar ist -

*duckundweg*
Verfasst: 26.02.2006, 23:31
von opelz
Wurde heute zum Chinesen eingeladen. Sollte chinesische Ente geben.
Nee, dachte ich mir, dann doch lieber zu Hause Bratkartoffeln und Brathering.
Alles zu seiner Zeit.....

Verfasst: 26.02.2006, 23:35
von Ronja
Hoffentlich waren in dem Brathering keine Würmer drin
Bratkartoffeln hören sich lecker an!

Verfasst: 26.02.2006, 23:36
von Rica
Meint Ihr nicht, wenn das Fleisch durchgegart ist, dass dann das Virus abgetötet ist?