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Hilfe, ich ertrinke...
Verfasst: 24.05.2006, 17:11
von Lichtstrahl
...im Leben.
Das Gefühl ist da, als würde ich in Problemen ertrinken. Momentan sind es so viele Sachen, mit den ich nicht fertig werde.
Ich steigere mich in Sachen rein und weiß nicht, wieso ich mir das antue. Eigentlich will ich das alles nicht.
Manchmal verliere ich mich.
Dann fällt es mir schwer, mich wieder zu finden.
Und, wenn ich mich wiedergefunden habe, dann verliere ich mich wieder.
...Zur Zeit bin ich wieder im negativen Bereich angelangt, wo ich kein Ausweg finde. Ausweg in dem Sinne, dass ich keinen Antrieb finde, um etwas zu verändern.
Ich habe manchmal den Eindruck, als würde ich darin viel Energie investieren, mit etwas nicht klar zu kommen.
Wenn es mir gut geht, habe ich den Eindrtuck, es ist nicht genug und habe Angst zu übertreiben.
Hilfe, kennt das jemand?
Ich muss hier raus.
LG,
Lichtstrahl
Verfasst: 24.05.2006, 17:49
von Ameise
Hallo.
Solche Probleme mit einem "sich irgendwo reinsteigern" kenne ich zur Genüge aus dem Empfindsam-Forum. Ich halte es für möglich, daß es etwas ist, was Hochsensible an sich haben.
Wichtig ist, sich nicht so sehr emotional überrumpeln zu lassen, sondern vielmehr kühlen Kopf zu behalten und die eigenen Vorgehensweisen zu planen, denke ich.
Je tiefer das emotionale Involviertsein, desto stärker das Gefühl des "ertrinkens", denke ich.
Verfasst: 24.05.2006, 17:58
von Smaurie
Ja, kenne ich gut.
Und es gab Zeiten, wo ich auch gedacht habe, alles ist nur noch Scheiße und hört das überhaupt auf. Aber in mir drin ist irgendwo ein Kern, der weiß, dass es immer weitergeht und das es auch wieder besser wird. Das ist eine Gewissheit. Von unten geht es nur nach oben
Mit hat geholfen mehr Sport zu machen, weil es einerseits hilft, Agression und Wut auszuleben und andererseits den Körper zu stärken, womit man dann wieder besser durchhält.
Ich hab für mich entdeckt, dass ich im Stress viel mehr Vitamine und Mineralstoffe verbrenne und dann geht's halt noch schlechter. Also hab ich intensiv "zugefüttert", was mir sehr geholfen hat. Und was mich am weitesten gebracht hat, war der Stoff 5-HTP. Das ist ganz einfach die Vorstufe zu Serotonin, dem Glückshormon. Wenn wir davon zu wenig haben (und Stress brennt leider auch Hormone runter), dann können wir nicht mal mehr Entscheidungen treffen, die uns aus dem Loch wieder rausbringen. Kann man über die Antidepressiva im Körper auch vermehren, aber die Nebenwirkungen sollen heftigst sein. Serotonin in der Reinform hat keine Nebenwirkungen. Kann man über einen Bluttest rauskriegen, ob einem das fehlt. Kennen allerdings wenig Ärzte, am ehesten noch die Frauenärzte. Wenn dich das näher interessiert, kannst du mir ja eine PN schicken.
Oder schau mal in diesen Thread:
http://www.reiki-land.de/reiki-forum/lo ... t5709.html
Und dann würd ich mir ganz intensiv eine Reikibehandlung gönnen, mit viel Zeit auf Solarplexus und Herzchakra. Vielleicht hilft dir auch eine Mentalbehandlung mit einer Affirmation. Vielleicht "Ich lasse meine Probleme los". Meine Reikilehrerin würde mich wahrscheinlich fragen, was ich damit erreiche bzw. vermeide, indem ich mich so mit diesen vielen Problemen beschäftige. Ist das ein Ansatz für dich?
Fühl dich mal ganz fest gedrückt!

Es kommen auch wieder bessere Zeiten!
Liebe Grüße
Smaurie
Verfasst: 25.05.2006, 09:49
von Lichtstrahl
Gebe mir jeden Tag Reiki

.
...ES ist einfach so, dass ich neutrall bin. So meine ich das mit, dass ich im Bereich "0" bin. In der Mitte. Ich kenne keine Gegensetzte mehr in mir.
Und doch lebe ich weiter, aber das Leben verlangt von einem stetts Entscheidungen.
Wenn ich mich nach Richtung "+" begebe, lebe ich es intensiv und geniesse das. Manchmal verliere ich mich darin. Dann will ich da nicht mehr raus und gehe höher. Doch auf dem Weg stellt sich immer dieselbe Frage, ob ich nicht zu übertreibe, ob meine Grenze nicht schon längst hier sein sollte. Und, ob ich jemals wieder in den Minisbereich gehen könnte?
Dann begebe ich mich nach "-" und lebe es dort aus, was zu leben gibt.
Und stelle mir dieselben Fragen, bis ich dann sprunghaft wieder bei "+" bin...
Warum? Weil das Leben seine "Wellen" bringt, auf den wir schwimmen.
Ohne diese Sachen, bin ich ein sehr ruhiger, neutraller Mensch.
Was bedeutet neutraler Mensche? Ja, nicht, dass mir alles egal ist, sondern, dass ich weiß, dass alles gleich ist, ob schöecht oder gut.
Das Leben verlangt zwar nichts von mir, doch die Menschheit, nähmlich dass ich zwischen gut und schlecht unterscheide.
Ich weiß auch, wann man seinem Körper schlechtes tut, doch muss das gleich schlecht sein?Nein, irgendwo nicht. Und plötzlich ist wieder alles gut, wenn man so denkt.
Liebe Grüsse,
Lichtstrahl
Verfasst: 25.05.2006, 10:03
von Ratatösk
Hi Lichtstrahl
Wenn man das Gefühl hat zu ertrinken, beginnt man meist damit, hektisch Wasser zu treten, panisch zu atmen und versucht, so scnell wie möglich das sichere Ufer zu erreichen. Der Organimus läuft auf Hochtouren.-
Was jetzt genau das Verkehrte ist, da sich sämtliche Energiereserven noch schneller erschöpfen, während man gleichzeitig noch langsamer schwimmt.
Sich auf den Rücken zu drehen und gemählich ans Ufer zu paddeln wäre da sinnvoller. Allerdings muss man dazu erst einmal die Panik bewältigen.
Hierfür kann ich persönlich das praktizieren von Entspanungstechniken empfehlen. Und zwar Entpspannung als Selbstzweck, die vorerst einmal mit keinen anderen Willenssätzen, Energien, etc. gekoppelt ist.
Wenn du lernst dich ungeachtet aller Probleme mehr und mehr zu entspannen, gibts du deinem Organismus damit die Möglichkeit wieder aufzutanken.........und damit auch eine andere Sicht der Dinge zu entwickeln. Oft ist dann der See plötzlich gar nicht mehr so groß, oder das Wasser nur hüfthoch....
Probiers halt mal: Just relax,take it easy.
mlg.ratatösk
Verfasst: 25.05.2006, 13:04
von Lichtstrahl
Hallo Ratatösk,
genau so etwas fühle ich.
Ich habe dann auch das Gefühl, dass mir meine Kräfte nicht reichen, um ans Ende zu kommen, oder entspannter zu schwimmen. Trotz Reiki...
Pankik entsteht durch Gedanken und überflüssige Gefühle, die ich von den anderen annehme, und manchmal sogar vergesse, dass die mich nichts angehen, und nicht meine sind.
Wenn ich mich hinsetzte und ruhig stelle(durch Yoga, langsammes Atmen), dann bin ich wieder ich selbst. Und ich habe mich wiedergefunden.
Dann spühre ich, wie sehr mich das andere erschöpft hat.
LG,
Lichtstrahl
Verfasst: 25.05.2006, 15:00
von StilleWasser
Trotz Reiki...
Es wäre möglich, dass Du auch eine Lektion der Art erhältst, dass DU selbst die Grenzen dessen festlegen musst, was Du aufarbeiten möchtest. Und in diesem Rahmen ist es wahrscheinlich, dass Reiki Dir nur immer weitere Probleme hochholt, aber nicht für Dich löst. Dann passiert das, was Du beschreibst nicht "trotz" Reiki sondern wegen Reiki. Manchmal ist weniger mehr und energie als solches ist kein Garant für Entlastung, das kann sogar bös nach hinten los gehen. Wenn Du ruhiger geworden bist, teste das vielleicht aus.
Lieben Gruß, christina
Verfasst: 26.05.2006, 13:14
von Lichtstrahl
Mir ist es bekannt, dass die Grenzen allein von mir gesetzt werden.
Ich verstehe nur nicht, warum ich neugirig auf das Weitergehen, auf die Tiefe bin, die die Grenzen erweitern.
Vor allem im negativen Bereich. Was zieht einen Menschen so dahin?
Bei mir geht das auch in der letzter Zeit böse nach hinten los.
Aber, soll man dann mit Reiki aufhören?
Oder soll man das, was hochgeholt wird, unterdrücken?
LG,
Lichtstrahl
Verfasst: 26.05.2006, 17:38
von StilleWasser
die Antwort darauf wäre wohl für mich
"alles in Maßen", nicht "entweder, oder" sondern einen Kompromiss finden, bei dem es mir verhältnismäßig gut geht, ich nicht überwiegend in Hektik verfalle etc.
Und ist es denn schlimm, wenn man sich auf das "schlecht" gehen "stürzt"? Es ist ein Prozess. Und als solches kann ein Prozess auch angenehm werden und gesucht werden, obwohl er unangenehm ist. Ich kann weinen und unglücklich sein und mich trotzdem darüber freuen, dass es so ist. Ich kann auch nur weinen und unglücklich sein und es schmerzt und doch erkenne ich irgendwann: auch das gehört dazu. Ich befreie, was in mir ist, ich lebe alle Seiten meines Seins.
Zum Umgang damit hat Ratatösk ja schon sehr gut geschrieben.
LG Christina
Verfasst: 26.05.2006, 20:03
von Pron
Du beschreibst das, was ich auch in mir erlebe. Nur ist da ein kleiner Unterschied... ich finde es herrlich mich in die Tiefe dieses Ozeans des Seins hinabgleiten zu lassen. Je tiefer ich mich fallen lasse, desto mehr kann ich von den Wellen, die über mir auf und ab wogen, wahrnehmen ohne daß ich in dieses auf und nieder hineingezogen werde.
Eines meiner augenblicklichen Lernthemen ist dieses neutrale Gefühl (irgendwann ist mir mal der Begriff "göttliche Langeweile" dazu gekommen) möglichst die ganze Zeit über aufrecht zu halten ohne Handlungsunfähig zu sein, weil es ja nichts zu tun gibt.
Wenn ich mich dann doch für ein Handeln entscheide, dann will ich es auch bis in jede Faser auskosten. Sei es sich so richtig bis in die hinterletzte Ecke über die Wegelagerei von Polizisten zu ärgern oder 2 Stunden im Regen stehen und das Gefühl der Regentropfen die auf meiner Haut landen in mich einsaugen.
Es liest sich für mich so, als wolltest du gegen diesen Schritt deiner Entwicklung ankämpfen. Wie wäre es denn, wenn du statt zu kämpfen um an der Oberfläche zu bleiben, dich einfach in den Ozean hineinsinken läßt? Du wirst je tiefer du sinkst noch weniger Begrenzungen haben.
Ich selbst empfinde dieses Erleben als herrlich... nur hab ich diese Grenzenlosigkeit das erste Mal mit jemandem zusammen erlebt, der mich dabei etwas geführt hat.
In lak'esh
Pron
Verfasst: 27.05.2006, 21:15
von Lichtstrahl
Hallo Pron,
wenn dir das gefählt, dann wünsche ich dir weiterhin viel Vergnügen damit.
Ich habe es aber satt, mich in diese Bereiche ziehen zu lassen.
Die gibt es, ja, und ich habe auch nichts gegen sie.
Doch je tiefer ich gelange, desto einsichtlicher wird mir, dass es immer langsammer geht, dass das Leben anfängt, sich in Kreisen zu drehen, wo man zu Erstarrungen kommen kann...
Deswegen, und auch, weil ich mehr für die Plusseite tendiere, will ich hier weider raus.
Das andere steht mir besser und ich komme dort besser zurecht, als wenn ich mich selber in die niedrigen Bereiche ziehe...
Ich sehe da einfach keinen Sinn mehr, weil dort alles verloren geht und ich dann anfange mit manchen Sachen nicht mehr klar zu kommen, die eigentlich ganz einfach sind.
Ich kann die Grenzlosigkeiten auch in anderen Bereichen meines Lebens finden und erleben.
Das muss nicht unbedingt das 2Stunden im Regen zu stehen sein, wenn ich weiß, dass ich mir davon eine Erkähltung holen, die dann mit einer Grippe enden kann.
So viel dazu.
Und danke für den Anstoß, ich habe wieder Motivation.
Vielen herzlichen Dank.
*Juhhhuuu,ichlachewieder*
Liebe Grüsse,
Lichtrahl