Thema der 51. KW: Dankbarkeit
Verfasst: 22.12.2007, 16:41
Ein Thema, das mir immer wieder bewusst wird, gerade auch in diesen Tagen. Am Donnerstag war ich mit der Kantorei im Krankenhaus zum Singen. Wir werden immer von unserem ehemaligen Pfarrer eingeladen, der dort jetzt Seelsorger ist. Dieser Tag ist immer etwas Besonderes für mich. So kurz vor Weihnachten komme ich dann endlich zur Ruhe. Die Geburtstage der Mädels sind vorbei und Weihnachten kann kommen.
Viele Musik-Gruppen laufen durch die Krankenhausflure, Kinderstimmen sind zu hören, Flötenklänge schallen durchs Haus, alles ist festlich geschmückt, die Schwestern und Ärzte erwarten uns schon auf den Krankenhausfluren.
Meistens sind es 4-5 Stationen, die wir „besingen“. Oft sind es die psychiatrischen Stationen, wo wir auftreten. Die Türen der Zimmer werden geöffnet. So auch bei der letzten Station, ich wusste nicht, wo wir uns befanden.
Ein Arzt fragte eine Schwester: “Schwester A., sind alle Zimmertüren geöffnet?“ und ihre Antwort: “Ja, bei denen es noch möglich ist.“ Ich dachte noch, das ist aber eine komische Antwort und konzentrierte mich auf das Lied The first Nowell.
Beim Verabschieden von dieser sehr ruhigen Station konnten wir in einige Zimmer hineinsehen. Einzelzimmer mit Patienten, die vielleicht noch an einem Tropf hingen und ansonsten ganz ruhig dort lagen, irgendwie schon wie aufgebahrt. Wir waren wie auch in den letzten Jahren auf der Palliativ-Station und ich hatte es genau wie auch die letzten Jahre einfach verdrängt.
Es ist schön, das es Orte gibt, an denen Menschen, die zu Hause nicht mehr gepflegt werden können, unterkommen. Menschen, denen nicht mehr zu helfen ist.
Und ich war wieder dankbar dafür, das es mir gut geht.
Ich habe oft zwischendurch das Bedürfnis, mich hinzusetzen und dankbar zu sein. Ich zähle dann ganz bewusst und auch laut auf, für wen und für was ich dankbar bin.
Ich bin dankbar für meine kleine Familie, die mich mit viel Liebe umgibt, dankbar dafür, das ich vor 20 Jahren zwei gesunden Mädels das Leben schenken durfte, dankbar für meinen Glauben an Gott, dankbar für die Familie meines Mannes, für immer liebevolle Freunde, nette Nachbarn, meinen Kirchenkreis und auch Reikikreis.
Ich bin dankbar dafür, das mir meine Eltern ein kleines Häuschen hinterlassen haben und das mein Mann und ich unser Auskommen haben. Ich bin dankbar dafür, das ich sehen, laufen, tanzen und singen kann, das ich lachen kann und auch wie jetzt einfach mal den Tränen ihren freien Lauf lassen kann.
Und ich bin dankbar dafür, das ich ICH sein kann und das ich dieses Leben genießen darf.
Und wofür bist du dankbar?
In diesem Sinne mal wieder
Eure Wochenthemen-Kathi
Viele Musik-Gruppen laufen durch die Krankenhausflure, Kinderstimmen sind zu hören, Flötenklänge schallen durchs Haus, alles ist festlich geschmückt, die Schwestern und Ärzte erwarten uns schon auf den Krankenhausfluren.
Meistens sind es 4-5 Stationen, die wir „besingen“. Oft sind es die psychiatrischen Stationen, wo wir auftreten. Die Türen der Zimmer werden geöffnet. So auch bei der letzten Station, ich wusste nicht, wo wir uns befanden.
Ein Arzt fragte eine Schwester: “Schwester A., sind alle Zimmertüren geöffnet?“ und ihre Antwort: “Ja, bei denen es noch möglich ist.“ Ich dachte noch, das ist aber eine komische Antwort und konzentrierte mich auf das Lied The first Nowell.
Beim Verabschieden von dieser sehr ruhigen Station konnten wir in einige Zimmer hineinsehen. Einzelzimmer mit Patienten, die vielleicht noch an einem Tropf hingen und ansonsten ganz ruhig dort lagen, irgendwie schon wie aufgebahrt. Wir waren wie auch in den letzten Jahren auf der Palliativ-Station und ich hatte es genau wie auch die letzten Jahre einfach verdrängt.
Es ist schön, das es Orte gibt, an denen Menschen, die zu Hause nicht mehr gepflegt werden können, unterkommen. Menschen, denen nicht mehr zu helfen ist.
Und ich war wieder dankbar dafür, das es mir gut geht.
Ich habe oft zwischendurch das Bedürfnis, mich hinzusetzen und dankbar zu sein. Ich zähle dann ganz bewusst und auch laut auf, für wen und für was ich dankbar bin.
Ich bin dankbar für meine kleine Familie, die mich mit viel Liebe umgibt, dankbar dafür, das ich vor 20 Jahren zwei gesunden Mädels das Leben schenken durfte, dankbar für meinen Glauben an Gott, dankbar für die Familie meines Mannes, für immer liebevolle Freunde, nette Nachbarn, meinen Kirchenkreis und auch Reikikreis.
Ich bin dankbar dafür, das mir meine Eltern ein kleines Häuschen hinterlassen haben und das mein Mann und ich unser Auskommen haben. Ich bin dankbar dafür, das ich sehen, laufen, tanzen und singen kann, das ich lachen kann und auch wie jetzt einfach mal den Tränen ihren freien Lauf lassen kann.
Und ich bin dankbar dafür, das ich ICH sein kann und das ich dieses Leben genießen darf.
Und wofür bist du dankbar?
In diesem Sinne mal wieder
Eure Wochenthemen-Kathi