fiedde hat geschrieben:Ich versuche das kommende Jahr mit Struktur und Wünschen zu füllen und mache meinen persönlichen Jahresrückblick.
Das Jahr fing damit an, das wir uns von unserem Zwergfuchskaninchen verabschieden mußten nach 12 Jahren. Sie sollte nicht länger leiden. Gut, das ich diese Entscheidung nicht alleine treffen mußte. Sie tat einfach weh. Und gehörte zum diesjährigen Jahresthema Loslassen.
Da zieht eine Tochter aus und ich als Mutter stehe da erst mit heulenden Augen, dann mit einem lachenden und einem heulenden Auge. Und habe etwas gewonnen dabei: "Wenn Kinder ausziehen, haben sie auf einmal zwei Zuhause!" Und wenn die Tochter jetzt etwas erzählt von zu Hause, denke ich grinsend darüber nach, welches Zuhause denn wohl gemeint ist.


Und da war im April eine große Angst in mir, Existenzangst. Ich will da jetzt nicht so viel drüber schreiben, aber Männe ist Fernfahrer und sammelt die letzten Jahre "Flensburger Punkte".
Wieder wurde mir sehr bewußt, ich, die gerne alles "unter Kontrolle hat", kann nicht über alle meine Lieben die Hand halten.
Ich sitze nicht neben Männe im Führerhaus, um ihn zu bitten, langsamer zu fahren.
Ich kann meiner Tochter Liebe und Unterstützung geben, aber mit ihrer Erkrankung muß sie sich mit Hilfe ihres Therapeuten alleine auseinandersetzen.
Ich begann zu begreifen, das ich schon weiß, wie ich mich schützen kann, das es mir bei all dem gut geht. Ich lasse los.
Und siehe da, Dinge geschehen wie von selbst, alles läuft gleichmäßig. Und dafür bin ich dankbar.
Und in diesem Jahr ist mir klar geworden, wie wichtig die Menschen in meiner direkten Umgebung geworden sind. Gespräche, gegenseitige Hilfe, ein füreinander Dasein.
Auch wenn es komisch klingt, in der Mitte des Jahres bin ich meinem Körper näher gekommen. Bei aller Arbeit, die ich bis dahin auf mentaler Ebene geleistet habe, vernachlässigte ich ihn doch ein bißchen. Das ändert sich jetzt täglich.
Und ich bin auch in diesem Jahr dankbar für die drei Stützen in meinem Leben: Die Liebe meiner kleinen Familie, der starke Glauben an Gott und für Reiki.
Und wie sieht dein Jahresrückblick 2008 aus?
Liebe Grüße mal wieder
von der Wochenthemen-Kathi