Eines Tages betraten wir gut vorbereitet diese Welt. Wir hatten uns zuvor einen genauen Plan gemacht, der Dinge, die wir hier erledigen wollten...und...einen Plan gemacht, wann wir wieder gehen.
Aber sah dieser Plan auch vor, wie wir gehen ? Ob wir Schmerzen haben würden, zu Hause in einem frisch bezogenen Bett sterben, im Krankenhaus oder auf der Straße ? Ob wir eines natürlichen Todes sterben oder einer furchtbaren Gewalttat zum Opfer fallen würden ? Haben wir uns ein sanftes Hinübergleiten oder aber einen qualvolles, langsames Sterben ausgesucht, um auch diese Erfahrungen zu machen ?
Haben wir uns ausgesucht Krebs zu haben und von ihm langsam aufgefressen zu werden und im Alter von 50 Jahren daran zu Grunde zu gehen ? Haben wir uns dann gefragt, ob wir Zeremonienmeister brauchen, die in theatralischer Art und Weise den letzten Zapfenstreich zelebrieren ?
Werden wir überhaupt gefragt ? Was ist würdevolles Sterben ? Haben wir alle die Möglichkeit unsere letzten Minuten in diesem Leben zu zelebrieren, oder ist es nicht vorherbestimmt ?
Kaum jemand der stirbt kann vor seinem Hinübergleiten Arrangements für seine letzten Minuten in diesem Leben treffen. Die meisten Menschen sterben einsam in Altenpflegeheimen oder im Krankenhaus. Kaum jemand stirbt daheim in der von Euch geschilderten Art und Weise. Als Krankenpfleger und Leiter eines Pflegedienstes über zwei Jahrzehnte in der Alten-, und Seniorenpflege weiß ich wovon ich rede. Ich kann Euch nicht mehr sagen, wie viele Menschen ich sterben sah oder im Dienst davon Kenntnis hatte. Eines weiß ich gewiss. Es war kaum jemand dabei, der einsam sterben wollte, der keine Angst vor dem Sterben hatte. Viele Patienten waren mir dankbar, für meine Offenheit im Umgang mit ihrem Sterbeprozeß. Nie habe ich etwas beschönigt, oder gar gelogen...gesagt ...es wird schon wieder... .Ich habe meine jeweilige Kenntnis vom Tod auf ihre Fragen hin wahrheitsgemäß beantwortet, meine Wahrheit in jenen Augenblicken, da ich wie Ihr die Antwort nicht kannte. Wir philosophieren hier über das Leben und das Sterben. Aber was wissen wir darüber ? Erst in unseren letzten Minuten werden wir wissen, ob es eine Gott gibt, der uns liebt. Ich weiß das es einen Gott gibt aus einer NTE, die ich als Kind erlebte. Ja, ich bin ein Missionar des Lichtes mit dem Auftrag das Licht zu mehren. Ich bringe in den letzten Minuten des Lebens mein Licht und meine Liebe in der Gegenwart meines Schöpfers, des einen Gottes, der mich und alle Menschen liebt zu jenen Menschen, deren Plan es war, mich in ihren letzten Minuten um sich zu haben.
Ein sehr schwieriges Thema. Aber bei Krebspatienten hilft am Ende meist nur noch Morphium. Ich habe jemand mit Lungen- und Kehlkopfkrebs kennengelernt, der war am Tag vor seinem Tod vollkommen ruhig und man konnte sich ganz normal mit ihm unterhalten, weil er nach eigenem Guddünken Morphium nehmen durfte, so dass er völlig schmerzfrei war. Wenn man hier allein mit Reiki versucht zu helfen überfordert man sich wirklich ziemlich.
Der Körper stirbt oder vergeht, der Geist wird entweder wiedergeboren oder geht ein in die Unendlichkeit des Seins. Wer dieses Bewußtsein hat und keine "offenen Rechnungen" im Leben hat, kann in Ruhe sterben.
ich glaube auch, daß ihr ziemlich ähnliche Auffassungen habt, die ich auch nachvollziehen kann. Ich für mich denke, daß ich in dem Moment, wo ich mit einem/r Sterbenden zusammen wäre, versuchen würde auf mein Gefühl zu hören. Wenn ich in mich gehe und auf mich höre, liege ich meist richtig. Vermutlich tut in diesem Moment fast jeder das Richtige, das auch gebraucht wird.