*looool* Lars, ich lach mich weg hier
Sachen gibt es die gibt es ja gar nicht, ich war einmal in Bielefeld auf einer Kunstaustellung, da hat jemand ne Karre Bauschutt hingekippt und als Kunstwerk ausgestellt
Also in meinen Augen muss Kunst nicht mit Können oder Arbeitsaufwand verbunden sein aber es sollte wenigstens schön sein. Ich meine ein Baum oder eine Blume wächst auch einfach so, sie ist aber trotzdem schön.
Ich denke besonders Männer bewerten die Schönheit nach dem Arbeitsaufwand und dem Können, die schauen sich etwas an, fragen sich ob sie das wohl auch können und bewerten anhand dessen ob es schön ist oder nicht.
Ich denke der Sinn dieser Kunst liegt darin den Blick für das Unscheinbare zu erwecken, so wird aus Müll etwas wertvolles, etwas worauf man seinen Blick richtet und plötzlich nicht mehr so unscheinbar erscheint.
Ich denke das ist die Absicht vieler Künstler, mit der Kunst den Blick für das Unscheinbare zu öffnen und der alltäglichen Selbstverständlichkeit mit der wir vielen Dingen begegnen eine andere Perspektive zu verschaffen.
Ich habe mal einen Mann im Fernsehen gesehen, der sammelte das, was andere Müll bezeichen, für Ihn hatten diese Dinge einen Wert und ich fand er hatte etwas sehr spirituelles an sich, er sah etwas in den Dingen was andere außer Kinder nicht sahen.
Andere würden sagen, das ist ein Spinner, ein Assozialer, der seinen Müll nicht entsorgen kann. Aber nein, das war kein Assozialer und es war bei ihm auch nicht das Unvermögen den Müll entsorgen zu können, wie es bei schweren Fällen vielleicht ist. Er war ein belesener Denker, Philosoph und gläubiger Mensch, das merke man an seiner Sprache, auch wenn äußerlich aussah wie ein Penner.
Aus seiner Sicht waren die Menschen, die alles achtlos gebrauchen und wegwerfen Assoziale, er umarmte die Bäume und zeigte auf den Sperrmüll in seinem Garten den er von der Strasse aufsammelte und sagte;"das ist alles leben, damit kann ich nicht so achtlos umgehen."
Er hat mich wirklich beeindruckt muss ich sagen, ein unheimlich herzlicher Mensch. Kinder haben diese Wertschätzung noch, da kommt es nicht darauf an, ob es technisch, handwerklich oder künsterlisch anspruchsvoll gearbeitet ist, nein überhaupt nicht, sie sehen auch den Wert in einem unscheinbaren Stock oder Stein, sammeln alles und schleppen es mit nach Hause. Es sei denn, es wurde ihnen von der Umwelt schon etwas anderes eingeimpft.
Ich frage mich, was man im 17 Jhr wohl zu einem Jogurtbecher gesagt hätte, wahrscheinlich wäre das Ding als heilige Relique in einer Kirche gelandet *gg* Soeine Zeitreise wäre schon cool, dann würde ich ne Karre Müll zusammenpacken, den verkaufen und als reicher Mann wiederkommen
Mein Vater benutzt Jogurtbecher um Schrauben aufzubewaren, auch eine Alternative und Wertschätzung. Irgentwann waren aber nicht mehr genug Schrauben da und die neuen Becher landeten wieder im Müll
Kobold