Kriegsgesetze

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Kobold

Kriegsgesetze

Beitrag von Kobold »

Hallo liebe Leute,

ich glaube an die Menschlichkeit und deshalb schlage ich folgende Gesetzmäßigkeiten, welche kriegerische Auseinandersetzungen betreffen vor.

1: Ein Krieg darf nur in einem Kriegsgebiet geführt werden, das von zivilen Städten und Gebieten abgeschnitten ist und wo keine zivilen Menschen, Einrichtungen und Wohnstädten durch die Auseinandersetzung und durch die Verwendung von Waffen, welche in der kriegerischen Auseinandersetzung zur Verwendung kommen geschädigt werden können.

2: Jeder, der sich für einen Krieg, unabhängig von politischen, religiösen, wirthschaftlichen oder sonstigen Gründen entscheidet und eine Kriegserklärung aufruft, Gruppen dazu veranlasst oder dazu beiträgt sich gewaltsam gegen ein Land, eine Partei, eine religiöse Gruppierung oder Rasse einzusetzen ist dazu verpflichtet zuerst als direkter Kämpfer oder Soldat in forderster Front in den Krieg zu ziehen. Es ist gegen die Menschlichkeit und gegen die Ehre einen Krieg oder Kampf zu veranlassen, wozu der Veranlasser keinen direkten Bezug hat, da es ihn nicht direkt mit dem Schicksal und den Folgen seiner Veranlassung konfrontiert.

Diese zwei Kriegsgesetze dürfen übersetzt und weiterverwendet, jedoch nicht in ihrem Sinn verfälscht werden. Weitere Vorschläge werden gerne angenommen, sofern sie dem Sinn und Ziel entsprechen!

kobold
Zuletzt geändert von Kobold am 21.04.2004, 01:52, insgesamt 1-mal geändert.
sonten

Beitrag von sonten »

1. Vorübung:
Jeder versetzt sich in die Angriffs-/Verteidigungssituation des Gegners und macht selbst kaputt, was der andere zerstören wollte....und das alles nur virtuell am Computer.

2. Vorübung:
Jeder versetzt sich in die Bedürfnislage des Gegners und analysiert die Gründe des anderen, die zu einem Kreig führen könnten.

3. Jeder begibt sich in die Situation einer fiktiven Dritten Partei und versucht Interessen Dritter an einem Kriegsausbruch zu erkennen ("Das Böse, Ölfirmen&Co).

4. Jeder begibt sich in die Situation und die Gedankenwelt einer ggfls ebenfalls fiktiven Dritten Partei, welch eine starkes Interesse daran haben könnte, dass beide zerstrittenen Parteien zu einem dauerhaften inneren und äusseren Frieden finden (Das Gute, "ich"&Co).

5. Jeder gibt die Schuld an Krieg und Frieden eine kurze Zeit lang einmal jenen dritten&vierten Parteien...läßt sie alle linksliegen und findet zusammen mit seiner Gegnerpartei eine verbindende Lösung, welche die Interessen jener polaren Dritten Parteien nachhaltig stoppt (Keine Dschihad/Jihads u. keine Kreuzzüge mehr).

cu
sonten...die Fünfte Partei & Zerstörer der Matrix
Kobold

Beitrag von Kobold »

hi sonten,

auch eine Möglichkeit aber meinst Du, das es für soeine naive und primitive Sache wie Krieg nicht etwas zu kompliziert ist?

Also ich wäre ja dafür die ganzen extremistischen Partein, Politiker,Führer und sonstigen Spinner ruhig gegenseitig in die Wüste zu schicken wo sie sich gegenseitig umbringen können ohne anderen dritten zu schaden, ich glaube das gab es bei Indianderstämmen mal, da wurden dann die Stifter der Unruhe gegenseitig in den Kampf geschickt und alle waren zufrieden.

Kein Militär und keine Zivilisten wurden in dieser Auseinanderstzung miteinbezogen, diejenigen, die ein Problem miteinander hatten wurden in den Kampf geschickt und die beiden Völker schauten friedlich miteinander zu, die waren nicht so dumm das auszubaden was andere sprich die Regierung verzapfte.

Was haben die Menschen mit der Regierung am Hut, wurden sie gefragt ob sie einen Krieg wollen und wurde Rücksicht darauf genommen wenn sie sich gegen einen Krieg auflehnten oder protestierten? Warum müssen die einfachen Menschen immer das ausbaden was die Regierung verzapft?. Vor mit den Unruhestiftern, wo verstecken sie sich denn? Als Erste und Einzige müssen die in den krieg.

Wer Entscheidungen trifft, der sollte auch die Konsequenzen und die Tragweite seiner Entscheidungen zu spüren bekommen. Die Politiker und Führer treffen die Entscheidungen, also vor mit jenen, damit sie den Bezug zu ihren Entscheidungen nicht verlieren.

Kobold
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Ameise
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Beitrag von Ameise »

Sport, insbesondere Fußball, ist für mich inzwischen so etwas wie "ritualisierter Krieg". Dient zum Abbau von Aggressionen, vermute ich.

Im Tierreich gibt es auch solche "Rituale", mit denen sich die Kontrahenden nicht verletzen, ber doch bekämpfen, Revierkämpfe zum Beispiel.
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
Arthur C. Clarke, "Profiles of The Future", 1961
Kobold

Beitrag von Kobold »

Ja genau Alrik,

Sportstätten statt Kasernen, Flugscharen statt Schwerter :-) Das Problem im Irak oder allgemein in den arabischen Ländern ist wohl, das sie beides nicht haben, weder fruchbares Land, was man pflügen kann noch Sporteinrichtungen oder Sportler.

Ich denke da hast Du Recht mit deiner Vermutung. Man könnte politische Konflikte doch auch so lösen, jedes Land oder jede Partei schickt seine besten Sportler in den Wettkampf und wer gewinnt bekommt die Trophäe :-) Die Chancen dabei zu gewinnen stehen besser als im Krieg, im Krieg gewinnt niemand, es sind alles Verlierer, das war schon immer so.

Es gibt keinen gerechten Krieg.

Kobold
sonten

Beitrag von sonten »

Es gibt keinen gerechten Krieg.
...m.E. war es 1945 höchste Zeit, dass ein Kriegstreiber&Schlächter von Millionen, der die Welt durch Krieg ins Chaos stürzte, DURCH EINEN KRIEG GESTOPPT WURDE!

In diesem Sinne bin ich auch froh, dass in diesem Jahrtausend ein ähnlicher Mann im Irak gestoppt wurde.

cu
sonten
Kobold

Beitrag von Kobold »

hi Sonten,

klar aber es war ein Krieg, ganz egal wer mit diesem angefangen hat. Die Nationalsozialisten fingen mit diesem Krieg an und das Ergebnis dieses Krieges war Krieg. Dann sagen wir es besser so, es gibt keine Rechtfertigung einen Krieg zu beginnen und deshalb gibt es keinen gerechten Krieg. Es gibt aber schon eine Rechtfertigung einen Krieg zu stoppen. Man muß da wohl unterscheiden zwischen einem Angriffskrieg und einem Verteitigungskrieg. Was in dem Sinne den Irak betrifft naja?

Es gibt gute Scharfschützen, eine Stadt zu zerbomben in der Hoffnung einen Menschen damit zu treffen ist in etwa so, wie die Nadel im Heuhaufen. Die Abrüstung ging von statten, es wurden keine Bomben gefunden und die politischen Diskusionen liefen, was hat man aber jetzt?

Es war eindeutig ein Angriffskrieg mit dem Vorwand die Menschen zu befreien und Frieden zu stiften. Das ein Angriffskrieg niemals zum Frieden führt ist so alt wie die Menschheit.

liebe Grüße, Kobold
sonten

Beitrag von sonten »

Kobold, du sprachst mal von den "Vorbildern" anderer Kulturen, wo Vertreter gegeneinander antreten mußten.

Also brech es doch mal runter auf die berüchtigten Gewissensfragen in früheren Kriegsdienstverweigerungsverfahren.
Du weisst schon, die fiktiven Stories wie z.b."Sie gehen mit ihrer Freundin durch den Wald spazieren, als Sie plötzlich von xyz überfallen werden, die ihre Freundin vergewaltigen wollen und sie haben zufällig eine Schußwaffe bei sich...."

Mal dir mal im Stillen solche Situationen aus und beantworte die daraus resultierenden Fragen für dich selbst.

Was die Indianer anbetrifft, würde ich anraten, sich zu diesem Thema in einigermaßen zuverlässiger Literatur umzuschauen.
Da gab es meines Wissens nach kein "einheitliches Kriegsvermeidungsritual".


Die Rechtfertigung angemessener Gewalt, um eine größere Destruktion gegen Leben/Gesundheit/Besitz anderer abzuwenden, versuche ich auch nur im Kleinen für mich zu beantworten und da sehe ich es eher so wie die Shaolinmönche.


In Bezug auf die Kriege der Amis (Irak, Afghanistan) habe ich lediglich für mich festgestellt, dass sie sowohl einen Saddam H. als auch einen Osama B.L. + die Taliban aktiv unterstützt haben, um sie gegen andere Feinde auszuspielen (Iran/UDSSR); sie haben Destruktion gefördert und sich mit bösen Charakteren verbündet und die stellten sich dann plötzlich gegen sie bzw. ihre Interessen. Nun müssen sie das wiederum ausgleichen und das selbst Geschaffene wieder bekämpfen.

Die Frage ist nur, ob der Rest der Welt dabei "lernender" Zuschauer bleiben kann, denn wir haben es mittlerweile mit der Gefahr eines irrsinningen Religionskrieges zu tun, der weniger auf Schlachtfelder als vielmehr in unseren Städten ausgetragen werden könnte.

Es geht um sog. "heilige Kriege" auf beiden Seiten....ein Lernprozess, der eigentlich mit den Kriegen des Mittelalters seinen Abschluß gefunden haben müßte...und auch dort wurde die Religion mißbraucht, um Eroberungsfeldzüge bis fast nach Österreich reinzutragen.

Die Kreuzzüge waren dagegen fast nichts.
Im Moment bin ich nicht gut auf irgendwelche Mullahs zu sprechen, die den Krieg von ihren Kanzeln predigen...am besten man sperrt sie zusammen mit einigen radikalen Christenpredigern aus Serbien in einen Knast und schmeißt den Schlüssel weg.
Und Waffenexporte??? Nee, Typen, die sich im Nahen Osten oder sonstwo die Köppe einschlagen wollen, sollen das gefälligst mit Holzknüppeln machen.

Das ist keine Wut, sondern lediglich Frust darüber, dass wir nichts tun können, die hier lebenden Moslems nicht mit den Christen zusammen gegen diesen Wahnsinn auf die Strasse gehen....und und und...

cu
sonten
Kobold

Beitrag von Kobold »

Ja, ist alles nicht so einfach :cry: Ich kann die Iraker aber verstehen, die wollen nicht wieder einen Diktator von den Amerikaner aufgedrückt bekommen. Die wissen eben noch besser um die Vergangenheit als die Amerikaner selbst, die ihren Beitrag zu der Misere abstreiten. Das finde ich das Schlimmste an der Sache, keine Spur von Selbstreflektion oder Reuhe, deshalb mag ich keine Politiker, die sehen immer nur den Dorn im Auge des Feindes, das ist hier ja nicht anders, der eine schiebt den anderen den schwarzen Peter zu, zum kotzen.

Was die Indianer betrifft habe ich mal etwas gelesen, ist aber schon länger her, ich schaue nocheinmal nach.

liebe Grüße, Roland
Zuletzt geändert von Kobold am 20.04.2004, 23:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Wohnort: bei Bielefeld

Beitrag von Lehrling »

Ein alter Mann saß auf der Bank vor seinem Haus und schaute den Kindern beim Spielen zu. Sie hatten Stöcke in der Hand, liefen einander nach und aufeinander zu und spielten, es seien Schwerter und Gewehre, mit denen sie einander bekämpften. Der alte Mann rief sie zu sich und fragte: Kinder, was spielt ihr da?
Sie antworteten: Wir spielen Krieg, und wir besiegen unsere Feinde!!!
Er erklärte ihnen, daß Krieg nichts zum Spielen sei, weil er den Menschen leid bringe, Frieden sei das, was für die Menschen gut sei.
Da liefen die Kinder wieder los, steckten dann die Köpfe zusammen, beratschlagten, und dann kamen sie zögern zu dem Alten zurück:
Großvater, sag uns bitte: "wie spielt man FRieden???"

liebe Grüße
Lehrling
Wer den Ruf eines Frühaufstehers hat, kann getrost bis Mittag im Bett liegen.
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Kobold

Beitrag von Kobold »

Die Bushregierung meinte ich. "Die Amerikaner" muß ich mir wirklich abgewöhnen, in der Satire mag das ja in Ordnung sein und ich denke jeder weiß wie es gemeint ist. So hört es sich aber sehr nationalistisch an, sorry. Das kommt davon wenn man Literatur wie "stupid white men" liest, welche ein "stupid white men" geschrieben hat :(

Solche Dogmen, wenn auch zuerst nur ironisch gemeint, können zu einer dummen Angewohnheit werden.

Also, Finger weg davon!

Kobold
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