Ich fühle mich genötigt, ein paar Kleinigkeiten klarzustellen
Der sog. Cofferdamm ist auf jeden Fall empfehlenswert, wenn Amalgam
ausgebohrt wird, damit keine Bruchstücke auf die Mundschleimhaut
gelangen, egal mit welcher Drehzahl ausgebohrt wird.
Streng genommen sollten sowohl Patient als auch Zahnarzt eine Atemmaske
tragen, damit kein Hg durch die Atemluft in den Körper gelangt. Einen
Zahnarzt zu finden, der die entsprechenden Vorrichtungen hat, dürfte
allerdings einiges an Suchaufwand erfordern.
Dass ein Cofferdamm teuer sein soll, halte ich für ein Gerücht, da es sich
um eine billige Gummifolie handelt, die auf einen Metallrahmen gespannt
wird und mittels eines kleinen Lochs über den Zahn gelegt wird. Nur wenn
mit Atemmasken gearbeitet wird, könnte der Zahnarzt deutlichen Mehr-
aufwand abrechnen.
Auf keinen Fall sollte der Zahnarzt die Turbine benutzen (sehr hohe Dreh-
zahl), da dann Quecksilber verdampft und in hoher Konzentration über die
Atemluft in den Körper gelangt. Die Turbine benutzen Zahnärzte gerne,
weil sie damit deutlich schneller ausbohren können. Ein ganzheitlicher
Zahnarzt, der sich mit Amalgamentfernung auskennt, wird diese allerdings
niemals benutzen.
Meine Informationen zur Kostendeckung gleichen denen, die Baghira schon
gegeben hat. Nur wer eine Hg-Allergie über die Haut (was ein Schwachsinn,
nebenbei!) nachweisen kann, bekommt zumindest Teilkosten erstattet.
Das ist allerdings bei den wenigsten der Fall, die eine Hg-Unverträglichkeit
haben. Es kann allerdings auch sein, dass man im Falle eines negativen
Testergebnisses auch eine Anerkennung der Allergie über einen Bluttest,
einen sog. Leukozyten-Aggregationstest bekommen kann, da bin ich mir
aber nicht ganz sicher.
Übrigens: Meine private Kasse hat die Sanierung all meiner 13 Amalgam-
füllungen mittels Keramik (fast) anstandslos bezahlt. Allerdings hat mich
der Eigenanteil von 25% auch fast umgebracht
Liebe Grüße
Björn
