Hallo Ihr Lieben,
meine Güte! Was für eie dynamische Diskussion.
Ein paar persönliche Gedanken zum Thema ...
Ich glaube nicht, dass es für irgend etwas, inklusive Reiki Ausbildungen, einen "gerechten" Preis gibt. Vielleicht kennt jemand ein "Gerechtigkeits-Urmeter"?
Meine Gründe, unterschiedliche Preise für die verschiedenen Rainbow Reiki Seminare und Ausbildungen zu nehmen, sind zum einen der jeweilige Arbeitseinsatz, zum Anderen die in den einzelnen Graden und Spezialausbildungen unterschiedlich hohen Nutzwerte. Ich finde z. B. schon, dass sich mit dem 2. Grad sehr viel mehr als mit dem 1. machen läßt.
Für mich sind Einweihung, Ausbildung und persönlicher Kontakt untrennbar miteinander verknüpft.
Meine drei Meistergrade kosten wesentlich mehr, als in der Szene üblich, (glaube ich) weil ich recht viel Ausbildungszeit, Präsenz und Fachwissen und Erfahrung anbiete sowie ein schönes Zentrum, Lehrmaterial und ein geschultes Assistententeam vorhalte, um die Arbeit insgesamt in dem Rahmen möglich zu machen. Mit weniger Gegenleistung hätte ich wirtschaftlich nicht mehr die Möglichkeit, so auszubilden, wie ich es gern tue. Und ich liebe meine Arbeit.
Für Reiki etwas zu zahlen halte ich nicht für sehr realistisch. Für Arbeit, unternehmerisches Risiko, Fachwissen, Erfahrung und Engagement z. B. ist das, finde ich, O.K. Letztlich ist alles göttlichen Ursprungs - und Bauern nehmen Geld für Äpfel, Minenarbeiter für das Erz abbauen und Bäcker für das Brötchen backen. Gibt es "heiligere" Tätigkeiten, als andere? Für mich hat Landarbeit und Blumenbinden auch sehr viel Spirituelles. Und bei meinem Lieblingsitaliener zahle ich gern den Euro mehr für den geliebten Cappuccino. Er ist mit Herz gemacht und schmeckt wie eine flüssige Praline ...
Rabatte gebe ich nie. Allerdings gebe ich, wenn es wirklich nötig ist, die Möglichkeit zu Ratenzahlungen (ohne Zinsen

) und wenn es gar nicht anders geht und von der Schülerseite ein echter Wunsch da ist, eine Reikiausbildung zu machen, gehe ich auch kreativ mit Gegenleistungen um (Gartenarbeit, Wagen waschen, Zentrum renovieren, Flyer verteilen etc.). Mit diesem Modell fühle ich mich insgesamt sehr wohl und konnte bisher auch vom Sozialhilfeempfänger bis zum Millionär jeden in Rainbow Reiki, auch im Meister-/Lehrergrad, problemlos ausbilden.
Von einer Trennung von Meistergrad und Lehrergrad halte ich persönlich nichts. Für mich ist der essentielle Unterschied zu den vorher gehenden Graden die Lehrfunktion. Um besser heilen zu lernen, gibt es diverse Fortbildungen zu allen möglichen, für die Heilungspraxis wichtigen Themen.
Eine Meister-/Lehrerausbildung gebe ich im Rainbow Reiki mit der Absicht einer Berufsausbildung. Dazu gehören neben soliden Reikikenntnissen und -erfahrungen auch Themen wie der korrekte Umgang mit Heilungskrisen, spirituelle Gruppendynamik, Rhetorik und Dialektik, Entwicklung der medialen Wahrnehmung, Persönlichkeitsentwicklung, um mit dem Beruf auch langfristig glücklich sein zu können, und Kenntnisse über ganzheitliche Gesundheitslehre, Orakelarbeit, das spirituelle Energiesystem, Kosmologie und gesunde Ernährung etc.
Wie gesagt, das ist meine persönliche Auffassung einer Meister-/Lehrerausbildung. Damit fühle ich mich wohl. Mir ist auch der langfristige Kontakt zu meinen Schülern wichtig, die menschliche Beziehung, die peer group. Wer was Anderes möchte, findet ja ein überreiches Angebot. So denke ich, dass es keinen Mangel in der Reikiszene an jeder Art von Ausbildung gibt. Dr. Usui hätte dass wohl gefreut. Jede Ausbildung hat sicher Grenzen. Doch wie überall im Leben habe ich auch bei Reiki die persönliche Erfahrung gemacht, dass ein gut ausgebildeter Reikianer mit den "schwierigen" Fällen in der Geistheilungspraxis meist besser und ruhiger umgehen kann, als jemand, der eine Einweihung bekommen und ein Buch gelesen hat. Dass es da ab und an Ausnahmen gibt, ist mir auch klar. Aber darauf vertrauen, das jeder eine diesbezüglice Ausnahme ist, halte ich für blauäugig. Wenn ein Mensch sich in meine Hände begibt, möchte ich mit allem, was ich kann, für sein Wohlergehen gerade stehen können. Dafür lerne ich gern immer weiter, um noch etwas nützlicher auch für die zu sein, die mit den "üblichen" Mitteln bisher nicht weiter kamen. Das sind sie mir wert.
Ich mag die grosse Bandbreite, die es heute gibt.
Schade finde ich die moralinsaure Streiterei um viel und wenig Seminargebühren, die Vorwürfe, Seitenhiebe, Schuldzuweisungen. Brauchen wir das wirklich? Wer mit Reiki für den Hausgebrauch zufrieden ist, macht doch genau so wenig falsch, wie jemand, der sich gerne weiter qualifizieren möchte, um auch schwierige Gesundheitsprobleme und psychische Disharmonien heilend begleitenm und entsprechend Verantwortung übernehmen zu können.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich es schaffe, mein Herz etwas weiter zu öffnen. Und ich danke den Menschen, die mir dabei helfen. Allein geht das mit dem Lernen und Wachsen nicht so gut, finde ich. Zusammen macht es auch viel mehr Spaß!
Die Welt ist groß und und für jeden ist was Passendes darin zu finden, wenn ernsthaft gesucht wird.
Schön, dass wir hier so intensiv diskutieren können.
Bis bald und alles Liebe,
Euer Walter